Zwischen Dezember 2025 und April 2026 hat sich das Büro CivixX – Werkstatt für Zivilgesellschaft im Auftrag der Stadt Leipzig angeschaut, wie gut die „Botschaft der Nacht“ eigentlich funktioniert. Im Fokus standen dabei die drei zentralen Bausteine: der NachtRat, die Koordinierungsstelle Nachtleben und der Fachbeauftragte für Nachtkultur.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Leipzigs Modell für Night Governance bekommt viel Anerkennung – auch über die Stadt hinaus. Vor allem die Koordinierungsstelle Nachtleben und der Fachbeauftragte für Nachtkultur erzielen eine positive Wirkung für die Szene in Leipzig. Sie beraten die Akteur*innen, organisieren Info-und Netzwerkveranstaltungen kommunizieren die Bedarfe in die Verwaltung und Politik. Außerdem sorgen sie dafür, dass Konflikte früh erkannt und gelöst werden, in dem sie zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln und Szene, Verwaltung und Politik an einen Tisch bringen. Verbesserungsbedarf sahen die Mitarbeiter*innen von CivixX bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie beim internationalen Best-Practise-Transfer und Vernetzung.
Beim NachtRat sieht die Evaluation ebenfalls Verbesserungspotenzial. Schwierigkeiten sind hier die unterschiedliche Verteilung von Haupt- und Ehrenamt und die daraus resultierenden geringen Kapazitäten einiger Mitglieder. Zudem hat die Evaluation ergeben, dass es noch Repräsentationslücken im NachtRat gibt, die zeitnah geschlossen werden sollten.
Die klare Empfehlung der Evaluation: Die gesamte Struktur sollte langfristig gesichert – auch finanziell – und der NachtRat gezielt weiterentwickelt werden, damit er seine Rolle noch besser erfüllen kann.
Kurz gesagt: Die „Botschaft der Nacht“ funktioniert – jetzt geht’s darum, sie noch stärker zu machen.
Den ausführlichen Ergebnisbericht könnt ihr hier lesen. Außerdem haben wir einen Arbeitsnachweis der Koordinierungsstelle Nachtleben und des Fachbeauftragten für Nachtkultur zusammengestellt. Die Ergebnispräsentation findet ihr unter dem folgenden Download-Button.